Leitbild


„Im Hort da sollen die Kinder Unterhaltung haben. Man kann sie Spielereien machen lassen. Auch Theater können sie spielen, sie können auch ihre Schularbeiten machen. Man soll dabei selbst zum Kinder werden, soll Kinder lachen machen. Sie sollen im Hort anderes tun als Schultätigkeit. Die Kinder sollen nur fühlen, dass man da ist, wenn sie etwas brauchen. Von besonderem Wert ist es, sich von den Kindern ihre Erlebnisse erzählen zu lassen. Man muss sich interessieren dafür. Es ist gesundend, wenn ein Kind sich aussprechen kann. Auch Töpferarbeiten können gemacht werden.“
(Rudolf Steiner, Vorträge über Erziehung)

Die Waldorfpädagogik und ihre Praxis in Elternhaus, Kindergarten, Schule und Hort geht von einer die gesamte Biografie und Entwicklung prägende Bedeutung der ersten Lebens- und Kindheitsjahre aus. Sie hat daher ein einheitliches, die ganze Kindheit und Jugend umfassendes Bildungskonzept.


Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Schule und des Hortes der Freien Waldorfschule Görlitz – „Jacob Böhme“ arbeiten auf der Grundlage der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners und der menschenkundlichen Grundlegung dieser Pädagogik. Darin spiegelt sich wieder, dass Erziehung und Bildung die Aufgabe haben, den jungen Menschen auf seinem Wege der Selbstfindung zu unterstützen, damit er die in ihm liegenden Fähigkeiten und Intentionen entdecken und entfalten kann. In dem Maße wie er fähig wird, immer mehr in Übereinstimmung mit sich selbst und den eigenen Zielen zu leben, ist er frei. (Erziehung zur Freiheit.) Das versetzt ihn in die Lage, Verantwortung übernehmen zu können nicht nur für die eigene Entwicklung, sondern auch für die Entwicklung anderer Menschen, für Erde als Lebensorganismus, für die kulturelle und wirtschaftliche Zukunft der Menschheit.


Die (Hort-) Erziehung und Bildung soll diesen Weg zur Freiheit und Verantwortungsfähigkeit des Menschen unterstützen.


Der Horterzieher / die Horterzieherin sollte, das geht aus obigem Zitat hervor, die Kinder wahrnehmen, ihre Fähigkeiten fördern, sie durch sinnvolle Prozesse mitschwingen lassen, die stufenweise Entwicklung der Kinder unterstützen, fördern und liebevoll begleiten. Grundlage dafür ist eine innere Haltung und die Vorbildfunktion des Erziehers. (Stand Januar 2024)